FAQ – So läuft der Termin für Kinder ab


Hallo, ich bin Frau Doktor

Ich bin eine HNO-Ärztin. Das heißt:

Ich schaue mir Ohren, Nase und Hals an – und erkläre dir vorher immer ganz genau, was ich mache.

Bei mir bist du der Chef.

Du darfst auf dem Stuhl sitzen oder auf dem Schoß von Mama, Papa oder einer anderen Begleitperson.

So, wie es sich für dich gut anfühlt.

Ich sage dir immer vorher:

  • was ich mir anschauen möchte
  • womit ich das mache
  • und wie sich das anfühlen kann

Wenn dir etwas komisch vorkommt oder du eine Pause brauchst, darfst du jederzeit „Stopp“ sagen.

Und weißt du was? Wenn du „Stopp“ sagst, dann höre ich sofort auf.

Manchmal habe ich einen kleinen Sauger dabei.

Der ist ein bisschen wie der Staubsauger zu Hause – nur viel, viel kleiner.

Er kann kitzeln und manchmal laut sein.

Viele Kinder nennen ihn das kleine Säugetier

Manchmal benutze ich auch ein kleines Krokodil

Das sieht spannend aus, hat aber keine Zähne und tut nicht weh.

Am Ende schaue ich – wenn du einverstanden bist – noch in Mund und Nase.

Dabei trage ich meine Grubenleuchte, so wie ein Bergmann.

Mein Ziel ist:

Dass du dich sicher fühlst,

dass du weißt, was passiert,

und dass du beim nächsten Mal keine Angst haben musst.

Hier darfst du alles fragen. Und du darfst immer „Stopp“ sagen.

Wer bestimmt beim Termin, was passiert?

Ganz klar: das Kind.

Bei mir ist das Kind auf dem Behandlungsstuhl immer der „Chef“. Ich erkläre alles in Ruhe bevor ich etwas mache – und nichts passiert ohne Einverständnis.

Darf mein Kind auf dem Schoß sitzen?

Ja, sehr gerne.

Kinder dürfen während der Untersuchung auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen oder auch alleine auf dem Stuhl – ganz so, wie es sich für das Kind richtig anfühlt.

Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“, sondern nur das, was Sicherheit gibt.

Muss mein Kind alles mitmachen?

Nein. Gar nicht.

Wie im Kindergarten oder in der Schule gilt: Man darf und soll jederzeit „Stopp“ sagen.

Wenn ein Kind „Stopp“ sagt, dann mache ich genau das: Stopp.

Was passiert zuerst?

Zuerst lernen wir uns kennen. Ich erkläre dem Kind (und den Eltern), was wir uns anschauen wollen und womit.

Erst wenn alle verstanden haben, was passiert, geht es los.

Wie schauen Sie in die Ohren?

In der Regel schaue ich mit einem Ohrtrichter und dem Mikroskop in die Ohren.

So kann ich ganz genau sehen, was im Ohr los ist – ruhig und kontrolliert.

Was ist, wenn Schmutz oder Ohrenschmalz im Ohr ist?

Manchmal sammelt sich etwas Schmutz oder Ohrenschmalz (Cerumen) im Gehörgang.

Dann hole ich das vorsichtig heraus.

Dafür benutze ich meist meinen kleinen Sauger.

Ich erkläre den Kindern immer:

„Der funktioniert wie der Staubsauger zu Hause – nur viel, viel, viel kleiner.“

Er kann ein bisschen kitzeln und manchmal auch laut sein.

Viele Kinder nennen ihn das "kleine Säugetier"

Gibt es noch andere Instrumente?

Manchmal brauche ich eine kleine Fasszange.

Die nenne ich meistens „das Krokodil“

Aber keine Sorge: Es hat gar keine Zähne und beißt nicht.

Schauen Sie auch in Mund und Nase?

Ja. Am Ende schaue ich – wenn das Kind einverstanden ist – auch noch in Mund und Nase.

Dabei trage ich meine Stirnleuchte, die ich oft „Grubenleuchte“ nenne – wie bei einem Bergmann.

Was ist, wenn mein Kind Angst bekommt?

Dann halten wir inne.

Wir machen eine Pause, erklären nochmal oder hören ganz auf.

Vertrauen ist wichtiger als jede Untersuchung.

Was ist das Ziel des Termins?

Mein Ziel ist nicht nur, medizinisch alles richtig zu machen, sondern auch, dass:

  • Kinder sich sicher und ernst genommen fühlen
  • Eltern verstehen, was untersucht wurde
  • niemand Angst vor dem nächsten Besuch hat

Zum Schluss

Ein guter HNO-Termin für Kinder ist für mich einer, bei dem sich das Kind sicher fühlt – egal ob auf dem eigenen Stuhl oder auf dem Schoß eines Erwachsenen.